Sony Xperia XZ3 Testbericht

In den letzten 14 Tagen war mein täglicher Begleiter das Sony Xperia XZ3. Ein angenehmer Ausflug von der iOS Welt in der ich mich ja wieder seit einiger Zeit befinde. Doch würde ich wegen dem XZ3 wieder auswandern und in „Android Country“ bleiben?

Der erste Eindruck ist entscheidend

Die Verpackung sowie der Inhalt des Sony Smartphones machen einen soliden Eindruck und man bekommt das was man erwartet. Neben einem „Glas-Sandwich-Smartphone“ das ganz in elegantem schwarz (bei meinem Testgerät) gehalten ist, finden wir in der Box: Netzstecker, USB-C Ladekabel, Kopfhörer, USB-C Klinkenadapter und die Kurzstartanleitung. Das Gerät hat ein angenehmes Gewicht und die Rückseite ist leicht abgerundet, was dafür sorgt, dass es sich hier um einen richtigen Handschmeichler handelt. Anders sieht es da bei glatten Oberflächen, wie zum Beispiel Glastischen, aus. Liegt das XZ3 auf einem Tisch bewegt es sich von selbst und kann sogar herunterrutschen. Das ist wirklich nicht sehr gut gelöst. Dafür zieht die Glasrückseite nicht ganz so stark Staub und Fingerabdrücke an, wie bei Geräten der Konkurrenz. Dennoch würde ich den Kauf einer Schutzhülle sehr empfehlen!

Die Performance und die inneren Werte

Das Xperia XZ3 ist mit dem Snapdragon 845 Octa-Prozessor (4x 2,8 GHz und 4x 1,8 GHz) und 4 Gigabyte Arbeitsspeicher ausgestattet. Der interne Speicher liegt bei 64 Gigabyte und kann mithilfe einer microSD-Karte um bis zu 512 GB erhöht werden. Die Akkukapazität beträgt 3.330 mAh und kann kabellos aufgeladen werden. Sofern es auf dem Induktivlader liegen bleibt! USB 3.1 Typ C, Bluetooth 5.0, WLAN-ac) und NFC sind ebenfalls mit an Bord. 

Das 6 Zoll P-OLED Display hatte eine maximale Auflösung von 2880 x 1440 Pixel (QHD+) im 18:9 Format. Das sind 550 Pixel per Inch und geschützt wird das Ganze vom kratzfesten Corning Gorilla Glas 5. Im Test hat das Display durch knallige und lebendige Farben überzeugt. Egal ob in der Systemoberfläche, bei Spielen, Videos gucken oder auch bei Fotos machen. Das XZ3 enttäuscht nicht, selbst bei Sonneneinstrahlung war es noch gut ablesbar. Hier merkt man Sony´s Erfahrungen aus dem Fernsehbereich.

Als Betriebssystem ist Android 9.0 Pie vorinstalliert. Darüber ist noch Sony´s hauseigene Benutzeroberfläche gelegt. Diese ist allerdings so minimal, dass man das Gefühl hat, man würde ein Stock-Android Smartphone benutzen.  Dadurch ist die Performance wirklich super, Ruckler, Hänger oder sogar Abstürze sind praktisch nicht vorhanden

Was für ein Bild gibt das XZ3 ab?

Die Kamera stattet Sony mit einer 19 Megapixel Linse aus. Der Sony Exmor RS Sensor unterstützt hybriden Autofokus und Motion Eye Technologie. Einen 5-Achsen-Bildstabiliastor und intelligenten Kamerastart, der durch eine dedizierte Kamerataste am Gehäuse oder die Side-Sense-Technologie (berührungsempfindlicher Displayrand), das Fotografieren noch leichter macht, hat die Sony Kamera ebenfalls. Es gibt auch eine 3D-Scan Funktion, die es ermöglicht reale Objektive in 3D-Modelle einzuscannen. Videoaufnahmen sind in 4K und HDR möglich. Außerdem kann man Slow-Motion-Aufnahmen (Full-HD) mit bis zu 960 Bildern pro Sekunde aufnehmen.

Rein vom Datenblatt her, klingt das alles ziemlich cool. Allerdings konnte mich die Kamera nicht so richtig überzeugen. Die Fotos sind gut und auch scharf. Aber es fehlt einfach der gewisse „WOW-Effekt“. Auch beim Bokeh-Modus wirkt das Sony manchmal etwas unbeholfen und der Effekt wirkt zu künstlich. Das ist auch klar, da ja nur eine Linse im Gerät verbaut ist und somit der Effekt künstlich hergestellt werde muss. Aber wenn man sich Bilder vom Pixel oder auch iPhone Xr anschaut, dann kann man sehen, dass es besser geht als beim XZ3. Videos habe ich nicht wirklich viele aufgenommen. Allerdings war die Qualität bei meinem Testvideo gut und auch die Audioqualität war in Ordnung.

Ich würde mir wünschen, dass Sony gerade im Bereich der Kamera deutlich mehr zeigt. Sie haben durch ihre Alpha-Kamera so viel Erfahrung mit guten Fotos und Videos. Ich denke hier ist noch viel mehr drin.

Sony, I don´t feel you!

Das Xperia XZ3 ist wirklich ein toller Alltagsbegleiter. Die Akkulaufzeit reicht locker für einen ganzen Tag und es läuft alles flüssig. Fotos aus dem Alltag sind ohne Probleme leicht gemacht und für Insta reicht es allemal. Aber für mich fehlt etwas beim XZ3. Es hat keinen richtigen Key-Faktor. Keine überragende Kamera, kein futuristisches Design, keine neue noch unbekannte Funktion, nicht mal eine Gesichtsentsperrung gibt es. Die Funktion: Side-Sense mit den berührungsempfindlichen Displayrändern hat bei mir mehr Fehleingaben ausgelöst, als Mehrwert gebracht. Daher habe ich es nach kurzer Zeit deaktiviert.  Es ist ein solides Telefon, aber Sony braucht ein eigenständiges Merkmal, um weiterhin konkurrenzfähig zu bleiben. Ich hoffe wir werden so etwas bei zukünftigen Modellen sehen.

Ich möchte mich zum Schluss noch bei Sony bedanken. Sie haben mir das Sony Xperia XZ3 für 14 Tage kostenlos zum Testen zur Verfügung gestellt. Danke, Sony!

Kauflink zum Sony Xperia XZ3: (Wenn ihr es über den Link kauft, unterstützt ihr meinen Kanal, zahlt aber natürlich nicht mehr) https://amzn.to/2UDa433

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